Stephan in the States

Freitag, Juni 04, 2004

Ick fahr international

Heute in der Studienberatung gewesen und erfahren, was ich für Anträge auszufüllen habe. Zwei Formulare für Urlaubssemester sind notwendig und ich kann einen Antrag für die Befreiung von der BVG-Grundgebühr ausfüllen. Dazu muss man allerdings in ASTA. Das war heute allerdings geschlossen, da die Mitglieder alle noch einen Kater von der Uni-Party am Vortrag hatten und angeblich mit Aufräumen beschäftigt waren. Dieser Verein ist mir sowieso sehr suspekt. Ein Haufen von Langzeitstudenten, die es aus mir unerfindlichen Gründen schaffen, teilweise seit Ende der Achtziger Jahre an dieser Fachhochschule zu sein. Älter als so mancher Dozent und mit einer radikal-fundamentalistischen Einstellung gegenüber sämtlichen Offiziellen an der TFH.
Mittags dann in die Meldestelle in Grünau gefahren, um mir eine Meldebescheinigung (brauch ich fürs Visum) und einen internationalen Führerschein zu holen. Die Frau Sachbearbeiterin war geistig zwar schon im Wochenende und hatte Mühe den Hauch von Freundlichkeit zu wahren, aber ich musste nicht warten und so wars mir auch egal. Natürlich, Geld hats auch gekostet, knapp 18€ wurden fällig. Dafür darf ich jetzt in der ganzen Welt motorisiert durch die Gegend knattern.
Einen technologischen Offenbarungseid musste ich anschließend bei der Sparkasse ablegen, als ich die Visa-Antragsgebühr überweisen wollte. Eigentlich wollte ich an der Kasse eine Einzahlung machen, wurde aber an den Kontoautomaten geschickt, da dort keine Überweisungsgebühren (puh! 6€) fällig werden. Also hin da, Karte rein und was ist? Kein Menüpunkt für Überweisungen. Plötzlich steht die nette, knapp 60 jährige Mitarbeiterin hinter und mir und meint schmunzelnd, dass ich doch an den Kontoautomaten muss und nicht an den Kassenautomaten und ob ich das noch nie gemacht hätte. Also nimmt sie mich an die Hand, führt mich zum richtigen Automaten, zeigt mir wo ich die Karte reinzustecken habe, drückt auf den richtigen Menüeintrag, ... Peinlich, peinlich das.
Und auf dem Heimweg noch nass geworden, weil es angefangen hatte zu regnen.