Stephan in the States

Sonntag, August 29, 2004

Das erste Wochenende

Die letzten Tage hat es nicht so richtig geklappt die Neuigkeiten zu veroeffentlichen, so dass jetzt eine Zusammenfassung der vergangenen drei Tage folgt.
Am Freitag war fuer den Vormittag ein Meeting fuer die internationalen Studenten angesetzt. Bis auf den Teil, wo sich jeder vorzustellen hatte und neben Namen und Herkunft auch ein einzigartiges Erlebnis von sich erzaehlen sollte, war es wieder mal recht einschlaefernd. Es hat sich aber noch herausgestellt, dass es noch einen weiteren Stephan gibt, der auch noch aus der Naehe von Berlin kommt. Eigentlich wollte ich ja nichts mit Deutschen zu tun haben, um ganz im Englisch aufgehen zu koennen, aber die Leute sind dann leider doch sehr nett und wir werden wohl einiges zusammen machen.
Danach habe ich mein schickes neues Rad abgeholt und bin zum Einfahren gleich mal die Meile bergauf zur Mall geradelt, um ein paar Klamotten zu kaufen (@WG: baut schon mal im Flur an, es gibt wieder neue Schuhe).
Am Nachmittag kam dann endlich der Telekommunikationsmann, um uns ins Internet zu bringen. Als er erfuhr, dass ich aus Deutschland komme, hat er gleich losgelegt, wie toll unser Land ist und dass Deutschland in der Geschicht sehr ungerecht behandelt wird, schließlich gibt es noch mehr als den 2. Weltkrieg. Soweit ganz gut, als er dann aber über die Rolle der Soldaten und der SS loslegte und erzählte, dass sein Cousin ein echter Nazi ist, fühlte ich mich doch sehr unwohl. Können die dummen Amis denn an nichts anderes als Autos und das Dritte Reich denken, wenn sie Deutschland hören? Das Internet hat er dann auch nicht hinbekommen, obwohl es seit heute morgen plötzlich läuft, sehr komisch.
Samstag wurden alle Internationals in zwei Busse gesteckt und über die Insel gekarrt, um sich Landschaft und Leute anzuschauen. Leider war das Wetter sehr unangenehm, so dass die Schönheit diese Gegend im Grau des Tages untergegangen ist. Was die Ortschaften betrifft, kann man extreme Unterschiede feststellen. Manche der Häuser sind so heruntergekommen und windschief, dass man sich wundert, wie dort noch Menschen leben können und mir Bilder von Dokus ueber Sibirien in den Sinn kommen. Daneben stehen dann aber halbe Villen mit schickem Anstrich und dicken Autos davor. Am späten Nachmittag war dann ein Fussballturnier angesetzt. Mein Team bestand zur Hälfte aus Internationals und Amis, eine nette Mischung und die Amis haben von allen am besten gespielt, Fussball setzt sich wohl so langsam durch. Ein Spiel ueberlegen gewonnen, dass andere im ShotOut verloren, war ganz gut, denn in der Kälte hatte keiner mehr Lust auf mehr Gebolze im Freien.
Am Abend haben Brieux und ich eine kleine Party fuer das Team und unsere paar Bekannten gegeben. Die Bude wurde nett voll und es hat allen Spass gemacht, was kann man mehr verlangen. Bedenklich ist nur, dass ich mich strafbar gemacht habe, da sowohl Alkohol offen fuer Minderjaehrige (unter 21) zugänglich war als auch ausgeschenkt wurde. Auweia!!!
Heute sind wir zu einem langweiligen Picknick des InternationalClubs gefahren. Ich habe mir einen Burger runtergewürgt und dann für einige Zeit mit einem Kajak ueber den See gepadelt, was ganz nett war, abgesehen vom nassen Hintern danach. Im Anschluss noch mit Briex bei einem Motocross-Rennen des oertlichen Country-Festes ueber die Absperrgitter geschmult und den Sprüngen und Stürzen zugeschaut. Jetzt muss Schluss gemacht werden, da nun orignale FrenchFries zubereitet werden. Bon Appetit!