Bigfoot comes
Mit endlich wieder Schneefall heute Abend geht eine entsetzlich warme Woche zu Ende. Mit Temperaturen von über 5C ist viel vom Schnee der letzten Wochen hinweggeschmolzen und hat den Schneestatuen auf dem Campus riesigen Schaden zugefügt und auch unsere Skulpturversuche zu Brei werden lassen.
Am Montag gab es in der Vorlesung „Laurel Canyon“ zu sehen. Ein sehr empfehlenswerter Film mit toller Atmosphäre und von Anfang bis Ende einfach schön. Am Abend ein kurzes Basketballtraining und den vergeblichen Versuch einen bis oben hin virenverseuchten Laptop eines Freundes zum Laufen zu bringen. Der Dienstag lief überwiegend geregelt ab, Uni, Arbeiten, Basketball schiedsrichten. Am Abend war die Geburtstagsparty von Johan angesetzt. Leider waren für mich nur noch die Reste des Dinners übrig, was sich auf zuckersüßen Kuchen (du weisst, wovon ich rede, Florian) beschränkte. Danach wurde bis spät in die Nacht socialised (wie der Ami sagt), was mich den Mittwoch-Vormittag unter der Bettdecke verbringen ließ. Abends wurde ein wenig Sport getrieben und es gab ein House-Meeting für unser Snowstatue-Event nächste Woche. Donnerstag lief auch ganz normal ab, Uni, Arbeiten, Basketballspiel verlieren, nichts worüber groß Worte verloren werden müssten. Freitag nachmittag bin ich mit zwei meiner Mitbewohner zu Wallmart gefahren, um die fehlenden Hilfsmittel für die Snowstatue zu kaufen, was Unmengen an Gummihandschuhen zum Schnee formen und farbigem Gelee für die Namensgravur in den Einkaufswagen beförderte. Im Anschluss wurde ins Unikino gehetzt und „Team America“ geschaut. Eine gute beginnende Parodie auf die Politik der USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, die zum Ende hin leider ins Ordinäre und Primitive abdriftete. Danach nur noch Dinner mit einigen Freunden und der Hausmannschaft, da es am Samstag zeitig aufzustehen galt.
Es stand das BigFootSnowShoeRace auf dem Programm. Für ein paar Dollar bekam man ein T-Shirt und Schneeschuhe mit denen man mehrere markierte Kurse ablaufen konnte. Hat viel Spass gemacht, durch den Wald zu stapfen und mit den riesigen Schuhen zu kämpfen. Als Schmankerl gab es noch eine Preislotterie, die mit 45 Minuten typischerweise übertrieben lang ausfiel und mir einen Gutschein für den Friseur einbrachte, der mich beim ersten Mal ziemlich entstellt hatte. Was für ein Glück, hätten ja auch die 200 Dollar Schneeschuhe werden können.
Nachmittags war ein Hausputz angesetzt und am Abend der Winter Carnival Queen Wettbewerb. Ein wirklich betörenden Ereignis, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Acht herausgeputzte Vorzeigestudentinnen mussten in zwei Runden dämliche Fragen beantworten und einen Auftritt absolvieren. Während der Fragerunde ließen mir die Antworten das Blut in den Adern gefrieren und ich musste stark mit aufkommender Schläfrigkeit kämpfen. Der Performanceteil war dann deutlich unterhaltsamer. Eine Kandidatin, die mehrfache Karateweltmeisterin war, hat aktive Selbstverteidigung gezeigt und es gab professionelle Saxophon- und Stepptanzauftritte. Der Rest war teilweise peinlich anzuschauen. Am Ende gewann eine Kandidatin, deren Auftritt mich nicht beeindruckt hatte, die aber eine große Fanunterstützung im Publikum hatte.
Der heutige Tag war dann der Entspannung, Hausaufgaben und einem weiteren Meeting zum Thema Snow... gewidmet.
Sollten sich Rechtschreib- und Grammatikfehler dieses Mal gehäuft finden lassen, bitte ich das damit zu entschuldigen, dass parallel Super Bowl geschaut werden muss. Eigentlich ein ganz nettes Ereignis, wenn man sich erstmal an die unterschiedlichen Sehgewohnheiten angepasst hat. Neben sich gegenseitig in den Boden rammenden Metabolmonstern kann man nämlich Tonnen an tollen Werbespots und Auftritte berühmter Showstars und Paul McCartney bestaunen.

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