Schnee (und ade)
Nach der schönen Ferienpause über Thanksgiving gab es mit Montag den großen
Bruch in die letzten drei anstrengenden Wochen, die einige Projekten, Vorträge und Endklausuren bereithält. Versüßt wurde dies aber durch den herrlich weißen, in dicken Flocken vom Himmel fallenden Schnee, der mich nahezu in Winterurlaubsstimmung brachte. Zusammen mit einem Mitbewohner gehöre ich zu den letzten Standhaften, die immer noch mit Fahrrad zur Uni kommen, aber gekauft ist gekauft, und da muss ich jetzt durch.
Am Dienstag habe ich von einem Mitglied des Skiclubs ein Paar Skateski mit Schuh für die Saison geborgt bekommen und ich fiebere nun der ersten Gelegenheit entgegen, mich in Wald und Loipe zu werfen und die unieigenen Trails zu erkunden. Das einzige, was mir noch fehlt, sind ein paar Skistöcke. Meine Idee, Geld zu sparen und welche bei Wallmart zu erstehen, erwies sich als zu optimistisch. Während man in Berlin so ziemlich jede Winterausrüstung bekommt, ist das Angebot hier oben im Dauerwinterland gleich null. Diese Geschäftspolitik soll man mal verstehen.
Freitags habe ich meine Arbeitskraft wieder der Eishockeyarena zur Verfügung gestellt. Diesmal wurde mir ein Platz mit Blick aufs Spielfeld versprochen und ich hatte gehofft, diesmal nicht wieder den Eiscrememann machen zu müssen. Aber es kam, wie es kommen musste und drei Stunden und eine erneute bittere Heimniederlage später war ich wieder armlahm und von Kinn bis Bauchnabel mit StrawberryCheesecake/Chocolate/Cookies&Creme eingeschmiert. Den Abend dann mit Dinner und Quatschen beendet. Für meinen Mitbewohner und zwei weitere Freunde sind es die letzten Wochen, da sie nur ein Semester hier sind und es fängt die Zeit an, wo Fotos und Erfahrungen ausgetauscht werden.
Gestern war ich beim ersten Spiel, der Männer-Basketballmannschaft. Es kam mir wie eine Reise zurück in die 50er vor, nicht wegen der Qualität des Spiels, das sehr gut war und mit einem dicken 100-zu-irgendwas-Sieg ausging, sondern der Spieler wegen. Von circa 24 Spielern aus beiden Mannschaften, war genau einer dunkelhäutig, ansonsten nur weiße Kids, was sehr komisch ist, da der professionelle Basketball (und der fängt im College an) in den Staaten von Schwarzen dominiert wird.
Zum Abschluss noch eine traurige Nachricht Das Wochenende begann mit einem warmen Wind aus dem Süden und die ganze Schneepracht ist, wie die böse Hexe aus dem Süden, dahingeschmolzen.

1 Comments:
Hallo Stephan,
Dir sei Trost zu teil; auch hier liegt kein Schnee. Selbst Moskau meldet Regen.
Das mit den stöckern ist echt doof, aber vielleicht findest Du noch jemanden, der dir welche leihen kann.
Im Kino läuft hier jetzt ein amerikanischer Animationsfilm aus dem Hause Disney an: The Incredibles.
Ist das noch was für meine Altersklasse?
Gruß
Papa
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Anonym, at 3:57 AM
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