Night of the fat Amis
Von Gestern gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Wir haben uns am Abend mit Ricky getroffen, der am Donnerstag den Heimflug antritt, und ein letztes Bier getrunken. Danach sind wir zu einer Party gefahren, die angeblich ein Knaller werden sollte, die Wirklichkeit sah aber ganz anders aus. Versammelt hatte man sich im Wohnzimmer eines Reihenhauses und die Besucher bestanden überwiegend aus fetten, dummen, amerikanischen Jungmüttern. Nach einer Minute wollte ich umdrehen und die Flucht ergreifen. Der Ehemann der Gastgeberin, ein dürrer Kerl Anfang zwanzig, zeigte uns seine Münzsammlung, eine betrunkene 180-Pfund-Supermarktverkäuferin teilte mir ihre Zuneigung zu Rammstein mit und am Ende fanden wir uns im Spielkreis wieder, um die Amis in Tabu zu schlagen. Nach einer ewig langen Stunde war der Spuk dann zum Glück vorbei und ich kann nun endlich behaupten, auch Stereotyp-Amerikaner getroffen zu haben.
Zum ersten Mal bin ich heute in einem richtigen amerikanischen Truck mitgefahren. Ricky hatte das Auto seines Nachbarn ausgeliehen, um letzte Erledigungen zu machen und brachte einen Beifahrer. War eine aufregende Erfahrung in so einem Ungeheuer zu sitzen, das von der Ferne betrachtet deutlich mehr hermacht, als seine bei genauerer Ansicht billigen Bestandteile vermuten lassen würden. Den Nachmittag habe ich das schöne Wetter genossen und bin spazierend unterwegs gewesen. Das letzte Dinner und Wiedersehen-Sagen gab es mit Ricky und den letzten Verbleibenden im örtlichen Chinesen. Ich bin sehr froh, dass die ganze Verabschiederei nun erstmal ein Ende hat und man wieder auf fröhliche Gedanken kommt.
Zu Hause haben wir uns einen Horrorklassiker aus den 60ern angeschaut. „Night of the living dead“ war der erste richtige Zombiefilm, noch in Schwarz/Weiss aber schon mit allen Zutaten, die man in den nächsten Jahrzehnten vorgesetzt bekommt. Überwiegend war es natürlich ein großer Spass, da das Tempo und die Schocker viel gemäßigter sind als heutzutage, aber immerhin gab es schon Zombies zu sehen, die genüßlich an Menschenknochen knabbern.

0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home