Stephan in the States

Sonntag, September 19, 2004

Parade of Nations

Nach längerer, krankheitsbedingter Pause (die Grippe hatte mich für einige Tage flachgelegt) gibt es nun wieder etwas zu berichten.
Am Samstag fand die Parade of Nations statt. Das ist ein grosser Umzug, zu dem Studenten aus den unterschiedlichen Ländern (ca. 80 verschiedene) mit Fahnen und nationaler Kleidung durch die Straßen Houghtons ziehen. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich hinter der deutschen Fahne marschiert und habe sie sogar zeitweilig getragen und das sogar mit ein bisschen Stolz. Im Ausland entwickelt man halt doch ein anderes Gefuehl seiner Heimat gegenueber. Es war auch bei den anderen Studenten ueberwiegend Spass und kein Nationalismus zu spueren und so feuerte man sich gegenseitig an und es wurden viele Vereinigungsphotos geschossen. Der einzig komische Moment war, als ich mit einem anderen Deutschen und der Fahne in der Hand an Israel vorbeigerannt bin.
Im Anschluss versammelten sich alle in einer grossen Festhalle. Es gab eine Buehne auf der fuer mehrere Stunden Musik-, Tanz- und Gesangsgruppen auftraten, darunter einige wirklich tolle Auftritte (malayischer Drachentanz). Daneben wurden von den Studenten Unmengen an nationalen Speisen verkauft, nach japanischem Irgendwas, vietnamesischen Gemueserollen, nepalesischen Curryeiern und amerikanischem Apfelkuchen war ich leider total satt und musste die restlichen 20 Staende auslassen. Von mir gabs Kartoffelpuffer mit Apfelmus, fuer die ich am Vortag gute drei bis vier Stunden in der Kueche gestanden habe. Kalt sahen sie zwar nicht mehr sehr lecker aus und schmeckten auch nicht so gut, habe trotzdem fast alle verkauft und einen kleinen Profit erzielt (mein erstes verdientes Geld im gelobten Land!).
Heute war ich zu meinem Racquetballmatch verabredet. Viel Worte gibt es da nicht zu verlieren, ich wurde 15:1 und 15:2 vom Platz gefegt. Meine Hoffnung, dass ich mit etwas Squasherfahrung schon bestehen koennte, hat sich als total falsch erwiesen. Fazit: dieses Sch***-Spiel werde ich so schnell nicht mehr probieren.
Na bitte, klappt doch mit der deutsch-franzoesichen Freundschaft