Floorhockey rules!
Freitag habe ich mich nach arbeiten und Uni mit frisch gewachsten Ski zur Körperertüchtigung in den Loipen bewegt. Nach Dusche und Snack ging es ins Unikino, um „A series of unfortunate events“ mit Jim Carrey in der Hauptrolle anzuschauen, ein wirklich schöner Film und mit viel Phantasie, Mühe und schwarzem Humor umgesetzt. Am Abend hatten wir im Haus die erste große Party, nach allgemeiner Meinung eine gelungene. Langes Ausschlafen, der nicht unbeträchtliche Müll und dessen Beseitigung hat den Großteil des Samstags ausgefüllt. Am späten Nachmittag ging es in die Houghton Highschool, wo die chinesische Studentenorganisation einen bunten Abend anläßlich ihres Neujahrfests veranstaltete. Es sollte mit einem Dinner beginnen, die vielen Besucher und eine dämliche Tischwahl am Ende des Raums, ließen uns allerdings erst zwei Stunden nach Eintreffen das Buffet plündern. Im Wesentlichen gabs das zu essen, was man so kennt, außer das alles entweder nüchtern oder überwürzt war. Mit vollem Bauch wurde anschließend das Abendprogramm angegangen. Drei, vier gute Performances wurden zwischen viele schlechte -, ewig langen Moderationen in Chinesisch (plus einem 10 Minuten Theaterstück) und zeitverschlingenden Zuschauerspielen gepackt. Nach zweieinhalb Stunden war dann jeder erleichtert, wieder nach Draußen in die Kälte zu dürfen.
Sonntag gab es vom International Club ein Vorspiel für die International Night. Die auftretenden Gruppen/Solisten mussten vorführen, was sie im März zeigen wollen und ich als Organisationsteam-Mitglied habe Organisationsteam-Mitglieds-Dinge gemacht.
Am Abend stand das erste Spiel im FloorHockey an. Die gute Nachricht zuerst, das Spiel wurde mit 3:1 gewonnen, was nach all den Basketballpleiten ein äußert ungewohntes aber schönes Gefühl ist. Es ist ein sehr anstrengender und, obwohl kein Körperkontakt erlaubt ist, intensiver Sport, bei dem man permanent in Bewegung ist. Die skandinavischen Jungs waren wirklich klasse, die Eishockeyschule ist nicht zu übersehen und wenn es brenzlig wurde, konnte man sicher gehen, dass sie es irgendwie regeln werden. Danach habe ich glückserfüllt den Abend mit Oscars gucken verbracht. Leider war es eine recht ereignislose Veranstaltung und es haben überwiegend Filme gewonnen, die ich noch nicht geschaut habe.
Heute morgen musste ich mich durch die Unmengen an Neuschnee kämpfen, die seit dem Wochenende gefallen sind und immer noch fallen und den Schulweg wieder aufregender gestalten. Im Filmkurs gab es Spike Lees „Do the right thing“ zu sehen, ein toller Film über einen heißen Tag in Brooklyn, der einen kleinen Konflikt zwischen Schwarzen und einem italienischem Pizzeria-Besitzer eskalieren läßt.
Nun werde ich mich der Abendessenzubereitung widmen, die in letzten Zeit wieder wichtiger geworden ist, da mich momentan zum Frühstück eine Müsli-Toast-Ei-Abneigung vom ausreichendem Essen abhält.

0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home