Uncle Sam wants you
Ein nicht sehr aufregender, dafür aber umso interessanterer Tag neigt sich dem Ende entgegen. In meiner morgendlich angesetzten Englischklasse hat sich der Dozent erstmal entschuldigt, uns vergangenen Montag ein Essay schreiben zu lassen und diesmal die Stunde genutzt, um über die politischen Ereignisse der letzten Zeit, wie z.B. seine Krankenversicherung, zu diskutieren. In meinen drei Freistunden danach habe ich mir mein Ski geschnappt und bin bei leichtem Schneefall durch die Wälder geglitten; es hat schon seine Vorteile im Norden zur Uni zu gehen.
Meine Computer-Administrationsklasse wurde diesmal von drei Rekrutierungsoffizieren der US Army übernommen, die allerdings nicht rekrutieren, sondern nur informieren wollten. Nach einem bisschen BlaBla und Videoschnipselvortrag, was man als Informatiker bei der Army alles machen kann, wurde es dann richtig schlimm. Der Führungsoffizier, ein dürres, kleines Männchen, bei dem ich mich fragte, wie er es durch die Musterung geschafft hat, fing an über seinen Verein zu schwärmen und Anekdoten zum Besten zu geben. Die Army hätte es ihm ermöglicht, die ganze Welt zu sehen, es gibt dickes Geld, volle Krankenversicherung (gute Verbindung zu meiner Morgenstunde) und nicht zu vergessen, das tolle Essen für nur $2.50, das ganz doll satt macht. Der Höhepunkt war erreicht, als er anfing über sein neues Auto, einen kleinen roten Mini Cooper zu schwärmen und nachfragte, ob ihn denn schon mal einer in der Stadt damit gesehen hätte. Und der wäre ihm von der Army gekauft worden, bzw. zwinker, zwinker mit dem Gehalt, was er so angespart hatte. Als Schmankerl gabs dann noch Mauspads und Golfbälle. Alles in allem eine unangenehme Erfahrung und genauso, wie man es in „Fahrenheit 9/11“ zu sehen bekam.
Als seelischen Ausgleich konnte ich danach in meinem Filmkurs Metropolis anschauen und ich muss gestehen, ein wenig stolz gewesen zu sein, dass ein deutscher Film gezeigt wurde, wenn ich ihn auch als recht langatmig empfand und froh war, danach wieder an die frische Luft zu dürfen.
Am späten Nachmittag hatte ich ein Training für unser Basketball-Team angesetzt und die Beteiligung war mal wieder umwerfend, ich bin froh, wenn die Saison endlich rum ist, dann hat der ganze Ärger ein Ende.
Zu Hause Frustspaghetti gekocht und anschließend zum gemeinsamen „24“ gucken gefahren.
Der Tag wurde dann aber mit Zuckerguß versüßt, als ich die Email erhalten habe, dass ich den 12k-Wettbewerb gewonnen habe und einen kleinen Preis bekommen werde.
Das Photo zeigt den Schneeflugberg und man kann an den Altersringen wunderbar erkennen, wann es Neuschnee gab, bzw. die Straßenreinigung ihre Arbeit verrichtet hat.

3 Comments:
Hi Stephan,
hau nicht so auf den Putz, bei uns hat es die gestern und letzte Nacht oben im Schwarzwald auch einen halben Meter Schneeflocken runtergehaun; und wenn es nicht ab Donnerstag wieder regnet, werde ich mich am Sonnabend in dieser weißen Pracht sielen.
Gruß
Papa
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Anonym, at 5:04 AM
Hi Stephan,
das Bild mit den Ringen ist ja wirklich sehr interessant und nett anzuschauen. Auch hier im Norden schneit es wieder, aber zum Glück bleibt nicht alles liegen. Unser Räumdienst hat schon mit Graupelschauer seine Probleme.
MsG
Jörg
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Anonym, at 6:26 AM
Hi Bruder und Sohn!
Auch aus dem Osten Deutschlands ist zu sagen, dass Schnee liegt. Wenn wir noch Verwandte im Ruhrgebiet hätten, wüssten wir, ob sich ganz good old germany über eine weiße Pracht freuen kann.
Wir heben getern unter Tränen (die kamen auch heute in der Schule noch gelegentlich) Dumbledore eingeschläfert. Sie bewegte sich nicht mehr. Mama hat sie in ein Kästchen gelegt indem vorher Duftkissen waren. Ich glaube Dumbledore empfindet es als eine Beleidigung schließlich stank sie nie.
Ich glaube dir liegen Einzeldisziplinen eher. Mannschaftssport ist eben nicht so dein Ding. Hat auch was Gutes, denn so erntest du die Glückwünsche alleine. Bis denn, Mother and Sister
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Anonym, at 1:20 PM
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