Stephan in the States

Montag, Februar 28, 2005

Floorhockey rules!

Freitag habe ich mich nach arbeiten und Uni mit frisch gewachsten Ski zur Körperertüchtigung in den Loipen bewegt. Nach Dusche und Snack ging es ins Unikino, um „A series of unfortunate events“ mit Jim Carrey in der Hauptrolle anzuschauen, ein wirklich schöner Film und mit viel Phantasie, Mühe und schwarzem Humor umgesetzt. Am Abend hatten wir im Haus die erste große Party, nach allgemeiner Meinung eine gelungene. Langes Ausschlafen, der nicht unbeträchtliche Müll und dessen Beseitigung hat den Großteil des Samstags ausgefüllt. Am späten Nachmittag ging es in die Houghton Highschool, wo die chinesische Studentenorganisation einen bunten Abend anläßlich ihres Neujahrfests veranstaltete. Es sollte mit einem Dinner beginnen, die vielen Besucher und eine dämliche Tischwahl am Ende des Raums, ließen uns allerdings erst zwei Stunden nach Eintreffen das Buffet plündern. Im Wesentlichen gabs das zu essen, was man so kennt, außer das alles entweder nüchtern oder überwürzt war. Mit vollem Bauch wurde anschließend das Abendprogramm angegangen. Drei, vier gute Performances wurden zwischen viele schlechte -, ewig langen Moderationen in Chinesisch (plus einem 10 Minuten Theaterstück) und zeitverschlingenden Zuschauerspielen gepackt. Nach zweieinhalb Stunden war dann jeder erleichtert, wieder nach Draußen in die Kälte zu dürfen.
Sonntag gab es vom International Club ein Vorspiel für die International Night. Die auftretenden Gruppen/Solisten mussten vorführen, was sie im März zeigen wollen und ich als Organisationsteam-Mitglied habe Organisationsteam-Mitglieds-Dinge gemacht.
Am Abend stand das erste Spiel im FloorHockey an. Die gute Nachricht zuerst, das Spiel wurde mit 3:1 gewonnen, was nach all den Basketballpleiten ein äußert ungewohntes aber schönes Gefühl ist. Es ist ein sehr anstrengender und, obwohl kein Körperkontakt erlaubt ist, intensiver Sport, bei dem man permanent in Bewegung ist. Die skandinavischen Jungs waren wirklich klasse, die Eishockeyschule ist nicht zu übersehen und wenn es brenzlig wurde, konnte man sicher gehen, dass sie es irgendwie regeln werden. Danach habe ich glückserfüllt den Abend mit Oscars gucken verbracht. Leider war es eine recht ereignislose Veranstaltung und es haben überwiegend Filme gewonnen, die ich noch nicht geschaut habe.
Alle zehn Mitglieder des Teams
Heute morgen musste ich mich durch die Unmengen an Neuschnee kämpfen, die seit dem Wochenende gefallen sind und immer noch fallen und den Schulweg wieder aufregender gestalten. Im Filmkurs gab es Spike Lees „Do the right thing“ zu sehen, ein toller Film über einen heißen Tag in Brooklyn, der einen kleinen Konflikt zwischen Schwarzen und einem italienischem Pizzeria-Besitzer eskalieren läßt.
Nun werde ich mich der Abendessenzubereitung widmen, die in letzten Zeit wieder wichtiger geworden ist, da mich momentan zum Frühstück eine Müsli-Toast-Ei-Abneigung vom ausreichendem Essen abhält.

Donnerstag, Februar 24, 2005

Viel Gepfeife um Nix

Ein freier Donnerstag Nachmittag gibt mir die Gelegenheit, einen Halbzeitwochenrückblick zu schreiben. Am Montag war ich damit beschäftigt, für den International Club verschiedenes zu organisieren und Hausaufgaben zu machen. Nach einer Basketball-Trainingsstunde am Abend, haben wir uns ein erstes Spiel des neu gestarteten Floorhockeywettbewerbs angeschaut. Es ähnelt sehr dem europäischen Hallenhockey, wird aber mit eishockeyähnlichen Schlägern gespielt. Am Sonntag haben wir unser erstes Spiel und dann gibts mehr zu berichten.
Dienstag habe ich am Nachmittag eine Extra-Arbeitsschicht übernommen, was sich als grober Fehler herausgestellt hat. Nach Ablauf meiner regulären Zeit wurde es so voll, dass ich für zwei Stunden nur im Kreis gesprungen bin. Mein Buch, das ich in Annahme großer Langweile mitgenommen hatte, verbrachte die Zeit neben dem Lunch-Sandwich, das fast unangerührt blieb. Im Anschluss musste ich dann zum Schiedsrichten in den Sport Development Complex. Die vermeintlich schwierigen Spiele saß ich am Scoreboard und das angeblich leichte, dass sich als foullastiges Gehacke herausgestellte, durfte ich dann mitpfeifen. Hat überhaupt keinen Spaß gemacht, vor allem weil der größte Meckerer auch ein Schiedsrichter ist und sich tierisch aufspielte. Für mich wars aber das letzte Spiel, nächste Woche beginnen die Playoffs und da werde ich meinen Kopf nicht mehr hinhalten.
Mittwoch habe ich die zweite Zwischenklausur, diesmal für meinen Filmkurs, geschrieben. Der perfekt organisierte Dozent hat im gleichen, kleinen Vorlesungsraum, wie immer schreiben lassen, so dass die Hälfte der Studenten mit ihren Zetteln verkrampft auf dem Schoß dasaß. Der erste Teil war ganz interessant, weil es einen Kurzfilm zu analysieren galt, der im Auftrag von BMW gedreht worden war und einer Reihe angehört, in der berühmte Regisseure ihr Talent benutzen, die neusten Nobelkarren zu promoten. Es sind sehr gute Clips und durchaus mal einen Anschauer wert http://usa.bmwfilms.com .
Danach habe ich mich um die Trikots für das HockeyTeam gekümmert, die wir individuell in einer Druckerei in Auftrag gegeben haben und uns die nötige Motivation geben soll, die Amis abzuziehen. Am Abend noch ein bisschen Sport gemacht und eine Cocktailparty besucht.
Heute lief das übliche Programm ab, Uni, Arbeit und das letzte Basketballspiel verloren. Diesmal haben wir wirklich ganz ordentlich gespielt, nur am Ende hat die Konzentration gefehlt, um doch mal als Sieger vom Platz zu gehen.
Blick aus meinem Zimmer

Sonntag, Februar 20, 2005

So gut wie nichts

Viel gibt es diesmal eigentlich nicht zu berichten. Am Donnerstag habe ich das Spiel meines Basketball-Teams verpasst, da ich eine Datenbank-Klausur schreiben musste. Freitag Abend gab es wieder großes Dinner im Haus und im Anschluß „Life Aquatic“ mit Bill Murray im Kino zu sehen, der das Leben von Jack Cousteau auf die Schippe nimmt, mir ein wenig und meinen Mitschauern sehr gut gefiel. Samstag war ich tagsüber bei schönen Winterwetter Skilaufen. Am Abend habe ich mir eine Aufführung von Shakespeares „Twelfth Night“ angeschaut, die mir gut gefiel, mich aber immer noch nicht zum Theaterfan werden läßt. Danach ging es zum ersten Teammeeting für unser FloorHockey-Team, das aus skandinavischen Austauschstundenten, zwei Deutschen und einem Mexikaner besteht, und im wesentlichen aus einer Tequillaverkostung bestand.
Heute war dann ein schrecklich fauler Tag, der nur durch das Fiebern auf das NBA-Allstar-Game heute Abend ein wenig Spannung beinhaltete.
Was macht der hier im Winter?

Montag, Februar 14, 2005

Uncle Sam wants you

Ein nicht sehr aufregender, dafür aber umso interessanterer Tag neigt sich dem Ende entgegen. In meiner morgendlich angesetzten Englischklasse hat sich der Dozent erstmal entschuldigt, uns vergangenen Montag ein Essay schreiben zu lassen und diesmal die Stunde genutzt, um über die politischen Ereignisse der letzten Zeit, wie z.B. seine Krankenversicherung, zu diskutieren. In meinen drei Freistunden danach habe ich mir mein Ski geschnappt und bin bei leichtem Schneefall durch die Wälder geglitten; es hat schon seine Vorteile im Norden zur Uni zu gehen.
Meine Computer-Administrationsklasse wurde diesmal von drei Rekrutierungsoffizieren der US Army übernommen, die allerdings nicht rekrutieren, sondern nur informieren wollten. Nach einem bisschen BlaBla und Videoschnipselvortrag, was man als Informatiker bei der Army alles machen kann, wurde es dann richtig schlimm. Der Führungsoffizier, ein dürres, kleines Männchen, bei dem ich mich fragte, wie er es durch die Musterung geschafft hat, fing an über seinen Verein zu schwärmen und Anekdoten zum Besten zu geben. Die Army hätte es ihm ermöglicht, die ganze Welt zu sehen, es gibt dickes Geld, volle Krankenversicherung (gute Verbindung zu meiner Morgenstunde) und nicht zu vergessen, das tolle Essen für nur $2.50, das ganz doll satt macht. Der Höhepunkt war erreicht, als er anfing über sein neues Auto, einen kleinen roten Mini Cooper zu schwärmen und nachfragte, ob ihn denn schon mal einer in der Stadt damit gesehen hätte. Und der wäre ihm von der Army gekauft worden, bzw. zwinker, zwinker mit dem Gehalt, was er so angespart hatte. Als Schmankerl gabs dann noch Mauspads und Golfbälle. Alles in allem eine unangenehme Erfahrung und genauso, wie man es in „Fahrenheit 9/11“ zu sehen bekam.
Als seelischen Ausgleich konnte ich danach in meinem Filmkurs Metropolis anschauen und ich muss gestehen, ein wenig stolz gewesen zu sein, dass ein deutscher Film gezeigt wurde, wenn ich ihn auch als recht langatmig empfand und froh war, danach wieder an die frische Luft zu dürfen.
Am späten Nachmittag hatte ich ein Training für unser Basketball-Team angesetzt und die Beteiligung war mal wieder umwerfend, ich bin froh, wenn die Saison endlich rum ist, dann hat der ganze Ärger ein Ende.
Zu Hause Frustspaghetti gekocht und anschließend zum gemeinsamen „24“ gucken gefahren.
Der Tag wurde dann aber mit Zuckerguß versüßt, als ich die Email erhalten habe, dass ich den 12k-Wettbewerb gewonnen habe und einen kleinen Preis bekommen werde.
Das Photo zeigt den Schneeflugberg und man kann an den Altersringen wunderbar erkennen, wann es Neuschnee gab, bzw. die Straßenreinigung ihre Arbeit verrichtet hat.
Schneeringe

Sonntag, Februar 13, 2005

Whale roams while Sponge Bob drums

Wie üblich, zu Beginn den Film der Woche, diesmal „Dig“, einer anschauenswerten Musik-Dokumentation über zwei abgedrehte Bands, die Dandy Warhols und das Brian Jonestown Massacre. Montagabend durfte ich außerdem einer Laptopvorführung des Gewinnerfilms des Bayerischen Kurzfilmfestivals beiwohnen, dessen Macher mit dem der Exilbayer hier befreundet sind, und der einen verstörenden Eindruck hinterlassen hat.
Mittwoch war dann der große Tag endlich gekommen. Wintercarnival hat begonnen. Tausende von Touristen und Freshmen-Eltern bevölkern den Ort und die Polizei hat alle Hände voll zu tun, die Alkoholbeschränkungen für Minderjährige durchzusetzen. Am Nachmittag begann das verlängerte Wochenende und damit der Start für die One-Nighter-Statue. Wir hatten uns vorgenommen, einen Wal und einen trommelspielenden Sponge Bob zu erschaffen. Kurz nach zwei begannen wir zu Dritt die Fläche vor unserem Haus zu räumen und das Equipment ranzuschaffen.
So fing alles an
Um vier gab es den ersten Glühwein zu trinken und als dann nach und nach die ersten Helfer eintrafen, konnten wir mit dem Schneeanhäufen beginnen. Dazu bauten wir aus alten Türen eine Umzäunung, in die Schnee geschüttet wird, der mit Hilfe von Unmengen an Wasser und mutigen Tramplern verfestigt wird. Anschließend versucht man so gut wir möglich, mit Messern und anderem Werkzeug die gewünschte Form herauszukratzen. Leider fehlten uns trotz großer Unterstützung ein paar erfahrene Leute mit künstlerischer Ader, um das Ergebnis wirklich schick zu machen. Zum Glück waren die Temperaturen recht erträglich und die Motivation hat die ganze Nacht gereicht, so dass wir um 5 Uhr morgens erschöpft und stolz die Baustelle verlassen konnten. Die ganze Mühe hat sich dann doppelt ausgezahlt, als wir überraschenderweise den dritten Preis für die Off-Campus-Gruppe (zugegebenermaßen die schwächste) bekommen haben.
... und das ist das Resultat
Am nächsten Morgen musste ich mich zum Arbeiten rausquälen, was umso ärgerlicher war, als das absolut tote Hose in der Cafeteria herrschte und ich die meiste Zeit gelangweilt hinter meinem Tresen rumstand. Nach Arbeitsschluß bin ich mit einem Smoothie in der Hand über den Campus gewandert und habe die fertigen Snow-Statues der anderen Wettbewerbe bestaunt. Wirklich atemberaubend, was die Gruppen so auf die Beine gestellt haben (mehr Photos unter http://www.mtu.edu/carnival/2005/statues.html). Am Abend konnte ich dank geschenkter Karte zur StageReview gehen. Acht Studentenorganisationen haben Vorführungen gegeben, die ein Mix aus Musical, Theater und Comedy waren. Ich hatte zwar nicht allzuviel erwartet, aber was es dann zu sehen gab, war wirklich klasse. Der Moderator war ein Comedien aus New York, der nach der zweiten Aufführung sprachlos auf der Bühne stand und meinte, sowas hätte er noch nie erlebt. Viel bizarrer als ein stark übergewichtiger und behaarter Studentenschafts-Bruder, der eine Meerjungfrau mit Muschel-BH in einer schwulen Unterwasserstadt spielt, geht wohl auch kaum. Dazu kamen Kostüme und Bühnenbauten, die sehr liebevoll und aufwendig gestaltet waren. Alles in Allem wächst mein Respekt vor den Studentenverbindungen immer mehr und ich wundere mich nur, wie sie die ganzen Veranstaltungen, kommunalen Aktivitäten, Unievents und regelmäßigen Partys mit Studieren organisiert bekommen. Danach haben wir uns noch den Zauberer von Oz gemixt mit Musik von Pink Floyd angeschaut, allerdings nach zehn Minuten gelangweilt das Kino verlassen.
Am Freitag habe ich mir nach der Arbeit meine beiden französischen Mitbewohner geschnappt und mit frisch gewachsten Skiern zum Langlauf in die Wälder aufgemacht. Ging auch ganz gut bis sich Sebastien, der schon die ganze Zeit etwas wacklig war, bei einem abfälligen Stück in die Bäume am Rand gestürzt hat und das Knie verdrehte.
Sebastien in heilem Zustand
Am Abend war ich zum Dinner aus Anlass des vietnamesischen Weihnachtsfestes eingeladen und durfte Mengen leckeren Essens verspeisen.
Samstag habe ich das sonnig warme Wetter genutzt, mein Fahrrad aus dem Keller geholt und bin zum Basketballgucken gerollert und durfte einem überzeugendem Sieg beiwohnen. Für unseren Ami wurde am Abend ein Geburtstagsessen gekocht und zusammen mit seiner Familie gequetscht in der Küche verdrückt. Danach galt es mich schick zu machen, da ich zum Sno-Ball eingeladen war, der den Abschluss des Wintercarnivals darstellte. Die unieigene Jazzband spielte richtig gute Livemusik, auch die unförmigsten Amis hatten sich in Anzug und enges Abendkleid gezwängt und ich ließ mir nicht die Gelegenheit nehmen, beim Tanzen auf viel nackte Zehen zu treten.
Heute habe ich mich alleine in die Skiloipen gestürzt, um die restlichen Kilometer für den wöchentlichen, skiclubeigenen 12km-Wettbewerb abzuskaten, der als Lotterie ausgelegt mit netten Preisen belohnt wird. Es geht zwar immer besser, es bleibt mir aber trotzdem ein Rätsel, warum ich nach aufsteigenden Hügeln am Ende fast zusammenbreche, während die grauhaarige Dame vor mir fröhlich weitergleitet.

Sonntag, Februar 06, 2005

Bigfoot comes

Mit endlich wieder Schneefall heute Abend geht eine entsetzlich warme Woche zu Ende. Mit Temperaturen von über 5C ist viel vom Schnee der letzten Wochen hinweggeschmolzen und hat den Schneestatuen auf dem Campus riesigen Schaden zugefügt und auch unsere Skulpturversuche zu Brei werden lassen.
Eine Statue im ganzen Zustand, die Wächter stehen mittlerweile nicht mehr.
Am Montag gab es in der Vorlesung „Laurel Canyon“ zu sehen. Ein sehr empfehlenswerter Film mit toller Atmosphäre und von Anfang bis Ende einfach schön. Am Abend ein kurzes Basketballtraining und den vergeblichen Versuch einen bis oben hin virenverseuchten Laptop eines Freundes zum Laufen zu bringen. Der Dienstag lief überwiegend geregelt ab, Uni, Arbeiten, Basketball schiedsrichten. Am Abend war die Geburtstagsparty von Johan angesetzt. Leider waren für mich nur noch die Reste des Dinners übrig, was sich auf zuckersüßen Kuchen (du weisst, wovon ich rede, Florian) beschränkte. Danach wurde bis spät in die Nacht socialised (wie der Ami sagt), was mich den Mittwoch-Vormittag unter der Bettdecke verbringen ließ. Abends wurde ein wenig Sport getrieben und es gab ein House-Meeting für unser Snowstatue-Event nächste Woche. Donnerstag lief auch ganz normal ab, Uni, Arbeiten, Basketballspiel verlieren, nichts worüber groß Worte verloren werden müssten. Freitag nachmittag bin ich mit zwei meiner Mitbewohner zu Wallmart gefahren, um die fehlenden Hilfsmittel für die Snowstatue zu kaufen, was Unmengen an Gummihandschuhen zum Schnee formen und farbigem Gelee für die Namensgravur in den Einkaufswagen beförderte. Im Anschluss wurde ins Unikino gehetzt und „Team America“ geschaut. Eine gute beginnende Parodie auf die Politik der USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, die zum Ende hin leider ins Ordinäre und Primitive abdriftete. Danach nur noch Dinner mit einigen Freunden und der Hausmannschaft, da es am Samstag zeitig aufzustehen galt.
Es stand das BigFootSnowShoeRace auf dem Programm. Für ein paar Dollar bekam man ein T-Shirt und Schneeschuhe mit denen man mehrere markierte Kurse ablaufen konnte. Hat viel Spass gemacht, durch den Wald zu stapfen und mit den riesigen Schuhen zu kämpfen. Als Schmankerl gab es noch eine Preislotterie, die mit 45 Minuten typischerweise übertrieben lang ausfiel und mir einen Gutschein für den Friseur einbrachte, der mich beim ersten Mal ziemlich entstellt hatte. Was für ein Glück, hätten ja auch die 200 Dollar Schneeschuhe werden können.
Nur meine Schneeschuhe und ich
Nachmittags war ein Hausputz angesetzt und am Abend der Winter Carnival Queen Wettbewerb. Ein wirklich betörenden Ereignis, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Acht herausgeputzte Vorzeigestudentinnen mussten in zwei Runden dämliche Fragen beantworten und einen Auftritt absolvieren. Während der Fragerunde ließen mir die Antworten das Blut in den Adern gefrieren und ich musste stark mit aufkommender Schläfrigkeit kämpfen. Der Performanceteil war dann deutlich unterhaltsamer. Eine Kandidatin, die mehrfache Karateweltmeisterin war, hat aktive Selbstverteidigung gezeigt und es gab professionelle Saxophon- und Stepptanzauftritte. Der Rest war teilweise peinlich anzuschauen. Am Ende gewann eine Kandidatin, deren Auftritt mich nicht beeindruckt hatte, die aber eine große Fanunterstützung im Publikum hatte.
Der heutige Tag war dann der Entspannung, Hausaufgaben und einem weiteren Meeting zum Thema Snow... gewidmet.
Sollten sich Rechtschreib- und Grammatikfehler dieses Mal gehäuft finden lassen, bitte ich das damit zu entschuldigen, dass parallel Super Bowl geschaut werden muss. Eigentlich ein ganz nettes Ereignis, wenn man sich erstmal an die unterschiedlichen Sehgewohnheiten angepasst hat. Neben sich gegenseitig in den Boden rammenden Metabolmonstern kann man nämlich Tonnen an tollen Werbespots und Auftritte berühmter Showstars und Paul McCartney bestaunen.